Gesunder Kreis Bergstraße

„Gesunder Kreis Bergstraße“ ist eine Vision und ein ehrgeiziges Ziel, auf das ich gerne alle Multiplikatoren, die sich mit Gesundheitsvorsorge im Kreis Bergstraße befassen, aber auch alle Bürger einschwören möchte.

Nur gemeinsam können wir erfolgreich sein, wenn es darum geht, gesundheitliche Risiken in jedem Alter zu minimieren. Dass wir alle damit einen wichtigen Beitrag zur Senkung von Krankheitsfolgekosten leisten, ist ein willkommener Nebeneffekt. Kernziel ist es, dass alle Menschen möglichst lange gesund bleiben und ein hohes Lebensalter erreichen. Dies gilt auch über unsere Kreisgrenzen hinaus. Von Medizinern höre ich immer wieder, dass wir heute durch unseren Lebensstil, der geprägt ist von Bewegungsarmut, falscher Ernährung, oft auch Alkohol und Nikotin, die Diabetiker und die Herz-/Kreislaufkranken von morgen produzieren. Diese Einschätzung nehme ich ernst. Also interessiert mich zunächst das Ernährungsverhalten unserer Kinder und in weiteren Schritten das der Erwachsenen und Senioren.

Ich möchte mich auch nicht nur auf die Feststellung beschränken, dass wir uns falsch, zu fett, zu süß und zu üppig ernähren, sondern ich möchte etwas gegen diese Entwicklung tun. Damit stehe ich hier nicht alleine. Der Boden für einen gemeinsamen Erfolg ist im Kreis Bergstraße gut aufbereitet. Wir haben viele Mitstreiter, die sich engagieren. Die Vernetzung dieser Akteure ist eine zentrale Aufgabe für mich. Auch hier sind wir schon auf einem guten Weg. In der Lenkungsgruppe im ‘Haus der Gesundheit’ laufen die Fäden der ‘Macher’ zusammen mit dem Ziel, gesundheitliche Risikofaktoren in der Kreisbevölkerung zu senken durch wirkungsvolle, gesundheitsfördernde Maßnahmen und eine systematische Steuerung der bereits aktiven Projektgruppen.

Nach dem Motto ‘vorbeugen ist besser als heilen’ werden in allen Altersgruppen präventive Modelle unterstützt, wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Die fachliche Kompetenz verschiedener Institutionen wird gebündelt und zielorientiert eingesetzt zur Verbesserung des Gesundheitsbewusstseins der Bürger.

Spezielle Themenbereiche wie

die Bewegungsförderung von frühester Kindheit an, im Verbund mit Kindergärten, Schulen, Vereinen und Seniorenheimen, Vorsorgemaßnahmen wie Impfaufklärung, z. B. gegen FSME und Hepatitis
Aufklärung unserer Jugendlichen über AIDS gesunde Ernährung in den Kindergärten, den Schulen und zuhause
Suchtprävention (Alkohol, Rauchen, Rauschgifte) werden in speziellen Projektgruppen bis zur Realisierung vorbereitet, begleitet und publiziert.

Ernährung und Bewegung stehen in engem Zusammenhang. Wer sich im Kreis erfolgreich mit diesen Präventionsthemen auseinandersetzt und Projekte initiiert oder sich aktiv an der Projektarbeit beteiligt, erhält ein Zertifikat als Anerkennung für seinen Beitrag auf dem Weg zum gesündesten Kreis. Komasaufen und Nikotinmissbrauch von Jugendlichen haben immer eine Vorgeschichte, bei der auch unsere Gesellschaft eine wesentliche Rolle spielt. Aus dieser Verantwortung können wir uns nicht stehlen. Also müssen wir alles tun, um Süchte jeder Art zu bekämpfen. Die Kinder müssen stark werden – nein sagen ist keine Schwäche.

Unsere Projektarbeit wird evaluiert. Nur wenn sie einer wissenschaftlichen Bewertung Stand hält werden andere Landkreise dem Beispiel der “gesunden Bergsträßer“ folgen. Wir schätzen deshalb die Kooperation mit der Metropolregion Rhein-Neckar und darüber hinaus mit der Monopolregion Rhein-Main sehr. Die Information über die Ergebnisse und Fortschritte unserer Arbeit im Internet bietet uns die Möglichkeit einer anschaulichen Darstellung in Form eines Gesundheitsatlas. Eine Vergleichbarkeit mit anderen Regionen wird sichtbar. Wenn ein Wettbewerb unter den Kommunen daraus erwächst, erreichen wir unser Ziel umso schneller.

Ich hoffe auf Zuspruch von allen Altersgruppen mit dem Ziel: Wir wollen den gesündeste Kreis weit und breit werden!

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit